Amazon Partnerprogramm: Was du wissen solltest

Amazon Partnerprogramm: Was du wissen solltest

Amazon Partnerprogramm: Das Amazon PartnerNet ist bei vielen Content-Creator beliebt. Doch wie verdienst du damit gute Provisionen? Wie erstellst du einen Amazon Affiliate Link? Was gibt es sonst noch zu beachten? Diese und weitere Fragen beantworten wir im Folgenden Artikel…

Amazon Partnerprogramm: Wie du dich im Amazon PartnerNet registrierst

Das Amazon PartnerNet bietet viele Vorteile. Die Registrierung in diesem Partnerprogramm ist unkompliziert und benötigt nicht viel Zeit.

Im Folgenden eine Anleitung:

  • Zunächst rufst du die Startseite des Amazon PartnerNets auf. Klicke dort auf den gelben Button „Registrieren“.
  • Du kannst dich nun mit deinem Amazon-Account einloggen. Du hast keinen Amazon-Account? Dann wähle die Option „Ich bin ein neuer Kunde“.
  • Wenn du kein Amazon-Kunde bist, musst du zunächst deine persönlichen Daten eintragen. Als Kunde kannst du diesen Schritt jedoch überspringen.
  • Gib nun dein „Website-Profil“ ein. Hier trägst du die URL deiner Webseite ein, auf welcher du Produkte von Amazon bewerben möchtest.
  • Zum Schluss wird eine Bestätigung an deine E-Mail-Adresse gesendet. In dieser findest du einen Button, wo du noch die Zahlungsmethode festlegst.
  • Deine Registrierung wird jetzt von Amazon innerhalb von 3 bis 5 Werktagen bearbeitet. Jedoch hast du schon vollen Zugriff auf das Amazon PartnerNet.

In vereinzelten Fällen kann es vorkommen, dass deine Anfrage abgelehnt wird. Dies geschieht, wenn Amazon deine Webseite überprüft und mangelhafte Qualität oder bestimmte Inhalte (wie Gewalt, Rassismus, Erotik o.Ä.) vorfindet. Als Blogger und normaler Webmaster musst du dir allerdings keine Sorgen machen.

Amazon Affiliate Link einbinden

Es gibt verschiedene Möglichkeiten deinen Amazon Affiliate Link auf einer Webseite einzubinden. Im Amazon PartnerNet kannst du nach einem Artikel suchen und dir wird entsprechend dafür ein Affiliate Link generiert. Allerdings empfehle ich dir folgenden Weg, der deutlich benutzerfreundlicher ist:

Amazon PartnerNet SiteStripe

Der sogenannte SiteStripe ist die schnellste und einfachste Methode, um Affiliate Links zu generieren. Dabei hast du eine nützliche Leiste auf Amazon, die dir als Amazon Affiliate angezeigt wird. Darüber kannst du einen Amazon Affiliate Link zu jeder Seite auf Amazon erstellen. Egal ob zu Produkten, Produktkategorien, Suchergebnissen, Bestseller-Listen, Amazon Prime oder auch App-Store.

Amazon Partnerprogramm

Du hast drei Optionen deinen Amazon Affiliate Link zu generieren:

  • Text
  • Bild
  • Text + Bild (in Form einer vertikalen Box)

Bild oder Text + Bild sind jedoch nur für einzelne Produkte. Es ist nicht für Produktkategorien, Suchergebnisse etc. möglich.

Du kannst deine Amazon Links auch kürzen lassen. So sind sie schöner anzusehen und etwas versteckt. Dafür solltest du den über SiteStripe bereit gestellten URL-Shortener verwenden. Dein Amazon Affiliate Link sieht dann ungefähr so aus:

Amazon Partnerprogramm

Achtung: Nutze keine externen Shortener, wie bit.ly oder tinyurl. Ebenso solltest du den Amazon Link nicht über deine Domain maskieren. Dies ist gegen die Teilnahmebedingungen vom Amazon PartnerNet und kann zur Sperrung führen.

Die Option Text + Bild zieht meist etwas längere Ladezeiten mit sich. Denn hier werden die Inhalte via iFrame von Amazon-Servern geladen. Deshalb solltest du es mit den Produktboxen auf deinem Blog nicht übertreiben.

Amazon Partnerprogramm: Plugins nutzen

Eine tolle Alternative zu Amazons „Text + Bild“-Links sind Produktboxen. Hierfür bietet WordPress entsprechende Plugins, sodass du es auch in deinen Blog einbetten kannst. Produktboxen beeinflussen kaum die Ladezeiten, weil die Produktdaten gecached werden. Zudem kannst du sie individuell einstellen.

Du kannst neben dem Preis noch weitere Angaben von Amazon anzeigen lassen. Beispiele: Produkteigenschaften und Versandoptionen. Um nun selbst so eine Produktbox zu verwenden, kannst du das WordPress Plugin AAWP verwenden.

Amazon Produktbox WordPress Plugin

Das Anzeigen erfordert jedoch die Info, wann die Produktdaten zuletzt aktualisiert wurden oder wenigstens einen Preis-Disclaimer. Falsche Daten anzuzeigen, würde gegen die Teilnahmebedingungen am Amazon Partnerprogramm verstoßen.

Amazon Partnerprogramm: Kurz-URLs

SiteStripe generiert oft sehr lange Affiliate Links. Diese können deinen Blogbeitrag in der HTML-Ansicht überladen wirken lassen.

Beispiel (Die 4 Stunden Woche):

Amazon Partnerprogramm

Aus diesem Grund verwende ich gerne eine kürzere Variante:

Amazon Affiliate Link

Wahlweise auch:

Amazon Affiliate Link

Möchtest du ein anderes Produkt verlinken? Dann musst du nur die ASIN (oben Fett markiert) durch die ASIN deines Produktes austauschen.

Die ASIN/ ISBN ist eine unverwechselbare Produktnummer, die Amazon jedem einzelnen Produkt zuweist. Sie kann Buchstaben und Zahlen enthalten. Du findest die ASIN auf allen Amazon Produktseiten bei „Produktinformationen“ bzw. „Zusätzliche Produktinformationen“. Ebenso taucht sie stets in der URL des jeweiligen Amazon Produktes auf. Verschiedene Varianten eines Produkts können auch verschiedene ASIN haben.

Amazon Partnerprogramm: PartnerNet Statistiken

Amazon PartnerNet Statistiken kannst du nutzen, um deine Einnahmen zu beobachten und um diese zu optimieren. Die Berichte findest du über die blauen Tabs im Menü oder im Übersichtskasten auf der rechten Seite. Bei „Gewinnaufstellung“ oder „Zusammenfassung der Bestellung“ musst du auf „Details anzeigen“ klicken.

Der Tracking-ID-Kurzbericht und die Werbekostenerstattung sind wohl die Wichtigsten davon. Mit dem Tracking-ID-Kurzbericht erhältst du einen gesamten Überblick über deinen Verdienst. Der Werbekostenerstattungs-Bericht gibt dir eine detaillierte Übersicht über sämtliche Produkte, die deine Besucher über dich gekauft haben.

Falls du Abos von Amazon Prime bzw. Audible bewirbst, bekommst du noch zusätzliche Berichte.

Verwendest du mehrere Tracking-IDs, dann ist das Auswahlfeld „Tracking ID“ sowie das Kästchen „Zusammenfassung“ oben links im Amazon PartnerNet relevant. Setzt du das Häkchen, werden die Daten aller Tracking-IDs in deinen Berichten angezeigt. Bleibt das Kästchen leer, bekommst du nur die Daten für die im Feld darüber gewählte Tracking-ID.

Amazon Partnerprogramm: Unsere Top Tipps zum Geld verdienen

Finde heraus, was deine Besucher wollen

Im Grunde bringt es dir nichts, Werbebanner zur Amazon-Homepage bzw. zu Produktkategorien in deine Webseite einzubetten. Deine Besucher werden ab und an darauf klicken, aber meistens nichts kaufen. Ähnlich ist es bei Produkten, die nicht zu dem passen, was sich deine Besucher wünschen.

Die Conversionrate, also das Verhältnis von Klicks zu Verkäufen, ist am besten, wenn einer dieser beiden Punkte erfüllt wird:

1. Deine Besucher haben schon bevor sie deine Seite besuchen ein produktbezogenes Kaufinteresse. Darum ist Affiliate Marketing mit SEO eine so beliebte Methode, um gute Umsätze zu erzielen. Du kannst deine Blogbeiträge auf Keywords optimieren, die Google-Besucher aus Kaufinteresse suchen (z.B. „produkt x kaufen“).

2. Deine Besucher suchen nach einer Lösung zu ihrem Problem und du lieferst es ihnen. Du empfiehlst ihnen dann ein Produkt, das ihnen wirklich weiterhilft. Im besten Fall hattest du selbst schon Erfahrung damit.

Amazon Partnerprogramm: Keine Produkte verlinken, die nicht mehr verfügbar sind

Produkte verlinken, die nicht mehr verfügbar sind, zieht deine Conversion Rate nach unten. Amazon bietet auf seinen Produktseiten zwar Alternativen, wie „Kunden, die diesen Artikel gekauft haben, kauften auch“. Allerdings kommen darüber nur wenige Verkäufe zustande. Der Großteil der Interessenten springt ab.

Wähle deshalb nur beliebte Produkte. Diese sollten bei zahlreichen Händlern verfügbar sein. Kontrolliere außerdem regelmäßig deine verlinkten Produkte. Dies kann dir sehr viel Zeit rauben, wenn du zahlreiche Produkt Links auf deiner Webseite eingebunden hast. Nutze deshalb Plugins wie z.B. ASA 2 Pro. Dieses speichert all deine eingebundenen Amazon Links und zeigt an, ob sie verfügbar sind.

Auffällige Call-to-Action-Buttons verwenden

Benutze, wenn möglich auffällige Call-to-Action-Buttons, die „Mehr Details“ oder „Jetzt kaufen“ anzeigen und zu Amazon leiten. So erhöhst du deine Klick-Rate deutlich. Nutze dafür WordPress Plugins wie AAWP oder ASA 2 Pro.

Sind Amazon-Widgets sinnvoll?

Kurz gesagt: Nein. Nutze keine Amazon-Widgets als Werbemittel. Diese sehen unterdurchschnittlich aus und motivieren deine Besucher auch nicht zum Klicken. Zudem sind sie technisch nicht Up to Date und verlängern Ladezeiten drastisch.

Statistiken nutzen, um gut konvertierende Produkte zu finden

Um deinen Besuchern die richtigen Produkte bereitzustellen und für bessere Einnahmen, solltest du den Werbekostenerstattung-Bericht nutzen.

Diesen findest du unter „Berichte“, „Werbekostenerstattung“. Wähle dort einen möglichst langen Zeitraum aus. Dadurch kannst du dir einen guten Überblick verschaffen und sehen welche Produkte gut ankommen.

Außerdem kannst du den Bericht als Datei herunterladen und im Anschluss in Excel mit der Filterfunktion besser veranschaulichen.

Der Werbekostenerstattungs-Bericht bietet mehr als der Bestellbericht. Denn darin werden auch Retouren angezeigt, die du für deine Optimierung berücksichtigen solltest.

Amazon Partnerprogramm: Mehrere Tracking-IDs

Mehrere Tracking-IDs zu verwenden hat den Vorteil, dass du unterschiedliche Linkpositionen, Verlinkungsarten, Blogbeiträge, Produktbilder und Buttons vergleichen kannst. So prüfst du, welche Kombination die meisten Klicks generiert.

So kannst du neue Tracking-IDs erstellen: Gehe dazu auf die linke Sidebar und klicke über der Auswahl „Tracking ID“ auf „verwalten“. Ebenso hast du hier eine Übersicht über alle angelegten IDs.

Amazon Partnerprogramm: Wie hoch ist die Provision deiner Produktkategorie?

Einige Amazon-Produkte lohnen sich nicht zum Bewerben, da bestimmte Produktkategorien trotz guter Conversion Rate eine zu niedrige Provision vorweisen. Die Höhe aller Provisionen kannst du anhand dieser Tabelle sehen.

Werbemittel auf Mobilgeräte anpassen

Heutzutage kommt sehr viel Traffic über Smartphones und Tablets. Deshalb solltest du deine Werbemittel entsprechend optimieren:

  • Achte auf einen ausreichenden Zeilenabstand deiner Texte. Deine Text-Links sollten schließlich auch auf Touchscreens gut klickbar sein, selbst wenn sich weitere Links drum herum befinden.
  • Amazon Produktboxen bzw. Banner dürfen keine anderen Elemente überdecken oder einengen.
  • Auch deine Call-to-Action-Buttons müssen auf Smartphones gut lesbar und leicht klickbar sein

Amazon Partnerprogramm Alternativen

Das Amazon Partnerprogramm ist zurecht so beliebt, da es beinahe für jede Kategorie etwas bietet. Allerdings fallen die geringen Provisionen bei bestimmten Produktkategorien auf. Deshalb kann es sich für dich lohnen, dich nach Alternativen umzuschauen und so höhere Provisionen zu erzielen.

Es gibt eine Menge Partnerprogramme, bzw. Affiliate Netzwerke wie z.B.:

Hier findest du unzählige Affiliate Programme. Diese kannst du nach Kriterien wie Kategorien, Provisionen usw. filtern.

Dabei solltest du dir die Partnerprogramme von bekannten Online-Shops anschauen:

  • Bonprix
  • Notebooksbilliger
  • Otto
  • Redcoon
  • Tschibo
  • Zalando

Teilweise bekommst du hier doppelt so hohe Provisionen angeboten.

Amazon Partnerprogramm: eBay als Alternative

Sogar eBay bietet ein Affiliate Programm an: Das eBay Partner Network. Und weil eBay eine annähernd große Auswahl an Produkten hat, eignet es sich super als Alternative. Hier läuft es mit den Provisionen jedoch ein bisschen anders. Diese werden nicht anhand des Verkaufspreises festgemacht, sondern anhand der Gebühren, die eBay durch gekaufte Produkte einnimmt. So erhältst du je nach Artikel 50-70% der Verkaufsgebühren.

eBay Partner Network

Unser Geheimtipp: Du möchtest ein Amazon-Produkt bewerben, das von einem Marketplace-Anbieter stammt? Dann prüfe zunächst, ob dieser einen eigenen Online-Shop hat. Im besten Fall bietet er ein Affiliate-Programm an. Dies hat Vorteile für euch beide: Außerhalb von Amazon würde er so bis zu 15% Provision sparen. Diese müsste er im Normalfall an Amazon bezahlen, allerdings kann er dir so mehr Provision geben.

Amazon Partnerprogramm: Die Teilnahmebedingungen

Mit deiner Teilnahme am Amazon Partnerprogramm musst du unbedingt die Vereinbarung und Richtlinien beachten.

Leider werden immer wieder Affiliates vom Amazon Partnerprogramm gesperrt, da sie nicht auf die Teilnahmebedingungen achten. Ausstehende Provisionen werden dann ebenso nicht mehr ausgezahlt.

Im Folgenden die häufigsten Ursachen für solch einen Ausschluss:

  • Affiliate Links maskieren bzw. kürzen mit externem URL-Shortener (Beispiel: bit.ly)
  • Amazon-Webseite in Frames auf der eigenen Webseite integrieren
  • Amazon-Partnerlink in einer E-Mail bzw. PDF-Datei einbetten
  • Amazon-Logo entgegen der Markenrichtlinien benutzen
  • Falsche bzw. irreführende Angaben über Amazon-Produkte, -Webseite, -Preise oder -Firmenpolitik

Weitere Tipps zum Amazon Partnerprogramm:

  • Über den Amazon PartnerNet SiteStripe kannst du Affiliate Links zu Wunschzetteln erstellen.
  • Laut Teilnahmebedingungen darfst du alle Bilder von Amazon benutzen, wenn diese den Link zum Produkt enthalten. Lies dies am besten in den Nutzungsbedingungen nach.
  • Für dein SEO empfiehlt es sich, alle Affiliate Links zu Amazon auf „nofollow“ zu stellen.
  • Du darfst eigene Werbebanner erstellen und dort Amazon Affiliate Links einbetten. Möchtest du hierfür das Amazon-Logo verwenden, solltest du die Markenrichtlinien beachten.
  • Du darfst den Begriff „Amazon“ in keiner Domain bzw. Subdomain benutzen. (Das ist gegen die Teilnahmebedingungen und Markenrecht)
  • Du kannst über den Amazon SiteStripe „Text“ auch einzelne Kundenrezensionen verlinken.
  • Es kann vorkommen, dass teilweise Verkäufe nicht gezählt werden, wenn der Besucher Amazon-Cookies blockiert.
  • Du kannst auch ohne eigene Webseite am Amazon Partnerprogramm teilnehmen. Du benötigst nur einen Social-Media-Kanal, z.B. auf Facebook, YouTube oder Instagram.

Fazit

Das Amazon Partnerprogramm bietet Vor- aber auch Nachteile. Was sich dabei für dich lohnt und ob Alternativen Sinn machen sollte jeder für sich entscheiden. Letzten Ende kommt es darauf an, auf was deine Besucher anspringen.